18:58Uhr
Da wollte ich ich heute rechtizeitig Feierabend machen, um privat noch ein paar Sachen zu erledigen und jetzt sitze ich doch noch im Büro und muss warte, bis jemand mit seiner Arbeit fertig wird, damit ich die weiter bearbeiten kann. Da ich sonst nichts zu tun habe schreibe ich mal einen kurzen Artikel zu Inception, dem neuen Film mit DiCaprio, den ich am Sonntag gesehen habe.
Bevor ich zum Film komme, möchte ich jedoch vorweg sagen, dass ich DiCaprio eigentlich hasse. Oder besser: gehasst habe. Der Hass entwickelte sich schon sehr früh, nämlich bei Titanic. Ich weiß nicht wann der Film in die Kinos kam, aber schon als ich damals den Saal verließ, mit all den heulenden Menschen, die total entsetzt waren, dass die Titanic wirklich untergegangen war (wäre wirklich n cooler Film, wenn das Schiff im letzten Moment am Eisberg vorbei gefahren wäre), wusste ich: den DiCaprio mag ich nicht. Warum?! Kommt schon. Den Milchbubie aus Titanc konnte doch wohl wirklich kein Kerl leiden. Und während der junge Di dann voll auf Droge durch die Wälder einer von Hippies bewohnten Insel rannte (The Beach) blieb mein Hass und die damit verbundene Abneigung bestehen. Doch irgendwann wurde irgendwas anders. Vielleicht habe ich mich verändert, vielleicht war es aber auch der DiCaprio. Denn DI´s Filme, die in der zweiten Hälfte des 21 Jahrhunderts in die Kinos kamen, wurden, erstaunlicher weise, immer besser. Blood Dimond, Shutter Island und nun Inception. Alles mordsgute Filme, die ich nur empfehlen kann.
In Inception geht es um Träume. Genauer gesagt um das Eindringen in Träume und stehlen von Gedanken. Oder noch genauer gesagt: in den über 2 Stunden Film geht es um das Eindringen in einen Traum und um das pflanzen eines Gedankens. Uhhuhuu. Klingt wirr und unglaubwürdig?! Ist es aber nicht. Denn das Eindringen in Träume wird als durchaus gängiger Beruf vorgestellt. Zunächst geht es darum, ein Team von Spezialisten zusammenzustellen, die diese knackige Mission meistern können. Denn man muss beachten, dass das stehelne von Gedanken ganz einfach (ganz ist relativ) ist, während das Pflanzen bisher noch nie erfolgreich war. In diesem Teil des Filmes wird man stark an Oceanc 11 erinnert. Denn auch dort musste eine Räuberbande zusammengesucht und vorbereitet werden. Natürlich ist dieser Part auch hier, wie in der Gaunerkomödie mit den ganzen Stars witzig und sehr unterhaltsam.
Ist die Mannschaft zusammen, geht es an die eigentliche Arbeit. Das Ziel ist ein deutscher (???) Geschäftsmann, der das Imperium seiners Vaters erben soll. Diesem Geschäftsmann soll nun eingetrichtert werden, dass er das Konglomerat zerschlägt und somit kein Monopol aufbaut. Der Auftraggeber DiCaprios und seiner Gruppe ist nämlich ein Konkurrent des deutschen Geschäftsmannes und möchte noch ein wenig im Geschäft bleiben. Die Gruppe begibt sich also auf eine Reise durch die Psyche des deutschen Geschäftsmannes. Es müssen mehrere Traumlevel absolviert werden, bis man tief genug drin ist, damit der abwegige Gedanke, ein florierendes Unternehmen zu zerschlagen, dem Träumer, hier also dem deutschen Geschäftsmann, auch plausiebel genug erscheint, um vom Träumer nach dem Aufwachen nicht hinterfragt zu werden.
Ein Hinderniss, das sich unseren mutigen Abenteurern in den Weg stellt, ist DiCaprios Frau, die in den Träumen des deutschen Geschäftsmannes auftaucht und versucht die Mission zu sabotieren.
Wie die Frau da hin kommt, welche Level die Gruppe überstehen muss und ob sie es am Ende wirklich schaffen, den deutschen Geschäftsmann durch diesen Trick zu überzeugen sein tolles Imperium zu zerschlagen und ob sie natürlich diese ganze und besonders gefährliche Reise überstehen, möchte ich hier nicht verraten. Denn der Film ist so gut, dass ich eine uneingeschränkte Empfehlung zum Ansehen geben möchte.
Rating: 








Filme wie dieser trugen dazu bei, dass ich DiCaprio als Schauspieler mittlerweile wirklich gerne mag. Er ist hart, skrupellos und auf irgendeine unbeschreibliche Weise dabei trotzdem noch sehr bodenständig und realistisch. Vielleicht liegt es daran, dass er immer mit top Regisieuren dreht und die ihm seine Rolle nach Maß auf seine Persönlichkeit schneidern. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich weiser und nachsichtiger geworden bin. Ich glaube jedoch fest an die Filmemacher und nicht an meine Wandlung.
Jetzt habe ich eigentlich mehr zur meiner Einstellung gegenüber dem DiCaprio geschrieben, als zum Film. aber vielleicht ist das auch gut so. Und es ist schon 19:24Uh und meine Aufgabe ist noch immer nicht da. Dann telefoniere ich mal ein weinig rum und übe Druck aus. Euch Lesern noch einen schönen Abend.
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